Presseinformation vom 24.
September 2003
„Tag der Zahngesundheit“ 2003
/ Zentrale Pressekonferenz 24.9.03 Hamburg |
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5 Fragen und Antworten zum Thema
„Nuckelflaschenkaries“
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Interviewpartner: Prof. Dr. Willi-Eckhard
Wetzel,
Direktor der Poliklinik für Kinderzahnheilkunde an der
Universität Giessen
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Frage1: Was sieht der Zahnarzt,
wenn er einem Kind mit Nuckelflaschensyndrom in den Mund schaut?
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Prof. Wetzel:
Der Zahnarzt erkennt sofort eine auf Zahnkaries oder Säureeinwirkung
zurückzuführende bevorzugte Schädigung des
Zahnschmelzes an den vier Milchschneidezähnen im Oberkiefer.
Liegt schon eine längere Schadensetzung vor, so können
auch die seitlichen Eckzähne und Backenzähne betroffen
sein. Fast immer bleiben aber die Schneidezähne im Unterkiefer
verschont.
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Frage 2: In welchem Alter
zeigen sich diese Schäden und wie häufig sind sie?
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Prof. Wetzel:
Sie treten in der Regel in der Altersphase zwischen 1 und
4 Jahren mit Schwerpunkt zwischen 1,5 und 3 Jahren auf. Betroffen
sind derzeit etwa 10 - 12 Prozent aller Kinder in diesem Alter.
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Frage 3: Warum ist es gefährlich,
wenn Milchzähne, die ohnehin ausfallen, wie viele Eltern
meinen, so früh zerstört sind?
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Prof. Wetzel:
Milchzähne haben bis zum Einwachsen der bleibenden Zähne
neben der Kaufunktion auch wichtigen Einfluss auf die Sprachentwicklung,
die Mimik, das Aussehen und die Platzhaltung. Durch Karies
zerstörte Zähne können nach Absterben des Zahnnerven
im Kieferknochen vereitern und somit auch die Allgemeingesundheit
reduzieren. Daneben führt die vorzeitige Milchzahnzerstörung
nicht selten zu Zahnstellungsanomalien und damit zu aufwendigen
kieferorthopädischen Behandlungen.
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Frage 4: Was sollen Eltern
tun, um derartige Zahnschäden von vorn herein zu vermeiden?
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Prof. Wetzel:
Am wichtigsten ist es, die nuckelnde Nahrungsaufnahme auf
das 1. Lebensjahr zu begrenzen und danach die Verwendung von
Saugerflaschen, Schnabeltassen und Ventilflaschen ("Rennfahrerflaschen")
konsequent zu vermeiden. Am besten gelingt das, wenn dem Kleinkind
erst gar nicht das Nuckelgefäß zur freien Verfügung
überlassen wird.
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Frage 5: Was empfehlen Sie
als Alternative für "Nuckelkinder"?
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Prof. Wetzel:
Nur die strickte Rückbesinnung der Eltern auf traditionell
bewährtes Trinkverhalten ihrer Kinder. Also: zuckerarme
(Milch) oder zuckerfreie (Wasser, Mineralwasser / Beuteltee)
Getränke aus Tassen und/oder Bechern. Was zuckrige Trinklösungen
angeht, so sollten Ausnahmen nur die Regel bestätigen.
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Für Rückfragen der Redaktionen:
Prof. Wetzler, Tel.: 0641 / 99 - 46100
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