Hintergrund | Drucken |

Der „Tag der Zahngesundheit"

Der 25. September ist seit 1991 alljährlich ein Aktionstag für mehr Mundgesundheit


Im Herbst 1990 bekam eine schöne Idee konkrete Züge: Es sollte ein Anlass geschaffen werden, der einmal im Jahr bundesweit die Mundgesundheit ins Zentrum der Aufmerksamkeit stellt. 25 Organisationen aus Zahnärzteschaft und Krankenkassen gründeten in diesem Jahr den „Aktionskreis Tag der Zahngesundheit", der die Maßnahmen und Aktionen koordinierte.

Für den  ersten bundesweiten „Tag der Zahngesundheit" am 25. September 1991 wurden „Info-Pakete" entwickelt, mit zahlreichen Materialien zur Patienteninformation, darunter Aufkleber und Flyer. Das große Interesse aller Akteure, die sich an diesem ersten Tag der Zahngesundheit beteiligten, zeigt sich daran, dass all diese Info-Pakete schon lange vor dem 25. September vergriffen waren. Aus den anfänglich einigen hundert Veranstaltungen sind längst einige tausend geworden - und auch das Interesse der Medien steigt von Jahr zu Jahr mehr. Mit vielen Themen hat der „Tag der Zahngesundheit" nachhaltig etwas bewegt, Berichte zur Mundgesundheit in Verbindung mit dem Tag der Zahngesundheit (mit dezidierter Nennung oder auch nur thematisch) gibt es mittlerweile nicht mehr nur rund um den 25. September, sondern ganzjährig. Die Hoffung der damaligen Initiatoren, dass die Bevölkerung mehr Information und Aufklärung zur Mundgesundheit erhält, um auch eigenverantwortlich Krankheiten und Schäden an Zähnen und im Mund zu vermeiden, ist also aufgegangen. Allen Multiplikatoren von der kleinen Praxis über die Apotheke an der Ecke oder die Geschäftsstelle einer Krankenkasse bis hin zu den vielen Redaktionen der regionalen oder bundesweiten Medien dankt der Aktionskreis zum „Tag der Zahngesundheit" herzlich für den Einsatz und gratuliert zum großen Erfolg, den die gesamte Aktion dank all dieser Einzelaktivitäten inzwischen erreicht hat.

Seit 1991, also nunmehr 18 Jahren, ist der „Tag der Zahngesundheit" in Deutschland eine feste Einrichtung. Nicht immer und überall genau am 25. September, aber um diese Zeit herum findet in Ländern, Städten und Gemeinden eine unüberschaubare Anzahl von kleinen und großen Veranstaltungen statt. Im Zentrum steht dabei die Prävention, die Verhütung von Zahn- , Mund- und Kiefererkrankungen - insbesondere durch Aufklärung und Förderung von Eigenverantwortung. Daher ist ein Kernthema all dieser Veranstaltung neben der Information auch die Vermittlung von konkreten preaxisnahen Tipps, wie Mundgesundheitsschäden verhindert werden können.

 

Rückblick

Das Motto und die Zielgruppen in den vergangenen Jahren

 

Der traditionelle Slogan „Gesund beginnt im Mund"  wird alljährlich durch ein aktuelles Motto ergänzt. Das Motto des Jahres 2008 beispielsweise lautete: „Gesund beginnt im Mund - aber bitte mit Spucke" und richtete sich an die gesamte Bevölkerung von der Geburt bis ins hohe Alter. Ziel war, die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf die wichtige Rolle des Speichels zu lenken, der einerseits Karies verhüten kann, wenn man grundsätzliche Punkte beachtet, aber auch „Transporter" von Keimen ist, die bei entsprechend ungünstigen Umständen Mundgesundheitsschäden und Allgemeingesundheitsprobleme auslösen können. Das Thema „Speichel" hat für sehr große Aufmerksamkeit und nachhaltige Thematisierung in den Medien gesorgt, die erkannt haben, wie verkannt die „Spucke" bisher war und oft noch ist - für die Gesundheit von Zähnen und Mund, aber auch als wichtiger werdender Faktor in der Allgemeinmedizin.



1991     

Bad Godesberg

Zahngesundheit als Zielvorgabe der wissenschaftlichen Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde

 

1992

Berlin

Probleme der Akzeptanz des zahnärztlichen Vorsorgeangebots und Möglichkeiten zu ihrer Lösung

 

1993

Dresden

Mund- und Zahnhygiene, Prophylaxe und Fluoridierung

 

1994

Wiesbaden

Vorbeugen ist besser als Heilen

 

1995

München

Alterszahnheilkunde

 

1996

Stuttgart

Zahngesundheit in der Schule. Gemeinsame Verantwortung von Lehrerschaft, Zahnärzteschaft und Eltern

 

1997

Hamburg

Der junge Patient ohne Anspruch auf Zahnersatz – neue Herausforderungen für die Gruppen- und Individualprophylaxe

 

1998

Mainz

Mundgesundheit als Bildungsauftrag – Schule als Ort der Prophylaxe

 

1999

Erfurt

Zahngesundheit für alle – 50 Jahre DAJ

 

2000

 

Berlin

 

Mundgesundheit von Anfang an – neue Möglichkeiten interdisziplinärer Zusammenarbeit

 

2001

Kassel

Gesund beginnt im Mund

„Feste Zähne – Fester Biss“

 

2002

Schwerin

Gesund beginnt im Mund – „lass es dir zeigen!“

 

2003

Hamburg

Gesund beginnt im Mund – „Zähne sind ein Team, sie gehören zusammen.“

 

2004

Hamburg

 

Gesund beginnt im Mund – „vom ersten Schluck an!“

 

2005

 

Frankfurt am Main

Gesund beginnt im Mund – „und zwar zuhause!“

 

2006

Dortmund

Gesund beginnt im Mund – „HipHop für die Zähne“

 

2007

Berlin

„Gesund beginnt im Mund – auch unsere Zähne leben länger

 

2008

Berlin

"Gesund beginnt im Mund - aber bitte mit Spucke"

 

2009 Berlin 

"Gesund beginnt im Mund - krank sein oftmals auch"

 

 

Beispiele:

Themen seit 2006

Im Jahr „2006" lenkte das Motto „Gesund beginnt in Mund - Hip Hop für die Zähne" das Augenmerk auf Jugendliche: Vielfältige Umbrüche in der Lebenssituation gefährden die zuvor erreichte hohe Zahngesundheit, wurde vermittelt. Die Zahnärzteschaft betonte hier eine wachsende Aufgabe und Verpflichtung, präventiv tätig zu werden.

 

„Gesund beginnt in Mund - auch unsere Zähne leben länger" - so hieß es 2007. Der Bevölkerung sollte bewusst werden, dass wir älter werden als früher und die Zähne daher länger ihren Dienst tun - und  entsprechend sorgfältig gepflegt werden.

 

„Gesund beginnt im Mund - aber bitte mit Spucke" war das Motto 2008.

 

Zur Auswahl von Themen: Die Zielgruppen, die der Aktionskreis zum „Tag der Zahngesundheit" mit Themen und Aktionen ganz speziell erreichen will, ändern sich alljährlich. Während in einen Jahr vor allem Kinder im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen, sind es ein andermal Menschen mit Behinderungen, Erwachsene mit Zahnbetterkrankungen, auch sozioökonomische Risikogruppen mit außerordentlich hohem Erkrankungsrisiko - und immer wieder junge Eltern, aber auch die Familie insgesamt.


Aktuell:

Motto und Zielgruppe 2009: „Gesund beginnt in Mund - krank sein oftmals auch"

 

In diesem Jahr wird auf den immer offensichtlicher werdenden Zusammenhang von Allgemeingesundheit und  Mundgesundheit aufmerksam, gemacht: Im Zentrum der Beiträge steht das Wechselverhältnis von chronischen Erkrankungen und Mundgesundheit. Es gibt chronische Erkrankungen wie Diabetes, die die Situation im Mund verändern, und Keimbelastungen im Mund, die über das biologische System  Infektionen in Organen auslösen können mit letztlich in speziellen Situationen auch lebensbedrohlichen Folgen. Beispielsweise rufen kardiologische Fachgesellschaften dazu auf, mit besserer Mundhygiene auch Herzentzündungen zu vermeiden. Dabei kann das Thema auch weit gespannt interpretiert werden, denn letztlich beginnen auch Ernährungsfehler im Mund - durch die Nahrungsaufnahme.

 

Die Zielgruppe ist in diesem Jahr nicht eingegrenzt, denn diese interdisziplinären Zusammenhänge und Interaktionen von Mund und Körper sind ein Thema, das die letztlich gesamte Bevölkerung angeht  - dennoch wird es sicher einige Veranstaltungen geben, die gezielt die Verbindung von chronischen Erkrankungen und Mundgesundheit thematisieren werden.

 

Mitglieder im Aktionskreis „Tag der Zahngesundheit"

 

Heute hat der Aktionskreis Tag der Zahngesundheit rund 30 Mitglieder, die jeweils aktuelle Übersicht über die Mitglieder steht auf der Website:

 http://www.tag-der-zahngesundheit.de/ / Stichwort „Aktionskreis".

 

Maßnahmen der Mitglieder zum Tag der Zahngesundheit

 

Die Bundeszahnärztekammer und die Spitzenverbände der Gesetzlichen Krankenversicherungen vermitteln im Rahmen einer zentralen Pressekonferenz (diesmal am 11. September 2009 in Berlin) die aktuellen Mundgesundheitsdaten sowie ausführlichere Hinweise zu den Mundgesundheitsproblemen der ausgewählten Zielgruppe. Ein wissenschaftlicher Beitrag zum aktuellen Thema des Jahres vertieft den fachlichen Aspekt.

 

Bundesweit organisieren Mitgliedsorganisationen des Aktionskreises Tag der Zahngesundheit wie zum Beispiel die LAGs (Landesarbeitsgemeinschaften zur Zahngesundheit / Landesarbeitsgemeinschaften für Jugendzahnpflege) und weitere Organisationen eigene Aktionen in den Ländern oder beteiligen sich daran. Von zentralen Veranstaltungen in den Bundesländern bis hin zu Aktionen einzelner Praxen, Apotheken, Dentallabore usw. reicht die ganze Palette der Informationen und Attraktionen für die Bevölkerung. Diese Veranstaltungen sind in der Regel öffentlich und die Teilnahme ist kostenlos.



Organisation und Leitung


Die Leitung/Moderation des Aktionskreises und des Arbeitsstabes zum „Tag der Zahngesundheit" obliegt der

 

Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG)

Geschäftsführer: Dr. Uwe Prümel-Philippsen

Heilsbachstr. 30, 53123 Bonn

Tel.: 0228 / 987 27 11
Fax: 0228 / 64 200 24
Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können

 

 


Die Organisation aller mit dem „Tag der Zahngesundheit" zusammenhängenden Aktivitäten obliegt dem

 

Verein für Zahnhygiene/Darmstadt

Leitung: Dr. med. dent. Matthias Lehr

Liebigstr. 25.  64293 Darmstadt

Tel:  06151 / 1 37 37-10
Fax: 06151 / 1 37 37-30
Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können

 

 


Ansprechpartnerin für die Pressearbeit ist

 

dental relations Birgit Dohlus

Christstr. 29 a,  14059 Berlin

Tel:  030 / 3082-4682
Fax: 030 / 3082-4683
Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können